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3 Methoden zum richtigen Messen von Kinderfüßen

Melanie Tinhof

Kinderfüßen wachsen so schnell, dass man nicht vergessen darf regelmäßig nach zu messen. Wir empfehlen aufgrund des schnellen Wachstums in den ersten 3 Jahren alle 6-8 Wochen zu messen, danach alle 3-4 Monate um die aktuellen Kinderschuhe auf den Prüfstand zu stellen, denn Kinder wachsen in Schüben. So erlebt man manchmal nach kurzer Zeit eine Überraschung was die Größe angeht. Das Thema sollte auch nicht unterschätzt werden, denn zu kleine und nicht passende Kinderschuhe können zu verschiedenen Fehlbildungen und Erkrankungen führen. Damit das nicht passiert bekommst du von uns eine Anleitung zu diesem Thema und kannst die Füße deines Kindes richtig messen.

1. Wand-Strich-Methode:

Falls du keine Messgeräte zu Hause hast empfehlen wir dir die “Wand-Strich”-Methode. Das funktioniert so: Stell dein Kind mit der Ferse an die Wand. Unter dem Fuß legst du ein Blatt Papier (mit Klebestreifen fixieren). Umfahre jetzt den Fuß deines Kindes mit einem dünnen Bleistift. Je dicker der Stift, desto ungenauer das Ergebnis. Dann miss den längsten Abstand von der großen Zehe bis zu der Ferse. Vergiss nicht 1,2cm für den Abrollraum zuzurechnen. Das dient zum Abrollen des Fußes und bietet Platz um zu wachsen. Dafür muss das Kind dann nicht mehr auf dem Blatt stehen. (Um die Breite zu ermitteln, stellt man das Kind Seitlich an die Wand und markiert die breiteste Stelle mit einem Strich. 

In der Breite sollten es 0,2-0,4 cm mehr Platz als Fußbreite sein. Die Schablone kannst du dann ausschneiden und in die Schuhe legen um zu prüfen ob sie passen. Du solltest immer wieder nachmessen. Kinderfüße wachsen extrem schnell. Gerade bis zum 3 Lebensjahr solltest du alle 6-8 Wochen die Füße deines Kindes nachmessen und ggf. die nächste Schuhgröße kaufen. Schätzungen zufolge braucht ein Kind bis zum 18 Lebensjahr 190 Schuhe!

Diese Methode kann ganz schnell gehen oder sich über Tage hinziehen, je nachdem wie kooperativ dein Kind ist. Nimm dir auf jeden Fall Zeit und hab Geduld. Wenn du es ganz genau und schnell wissen willst empfehlen wir das Messen mit einem Messgerät (dazu mehr in Punkt 2).

2. Messen mit einem Messgeräten

Für das Messen mit Messgeräten gibt es verschiedene Modell. Wir zeigen dir hier 3 der häufigst gekauften Modelle. 

Schublehre-Messgerät:
Dieses Gerät kennst du wahrscheinlich aus dem Schuhgeschäft. Es gibt sie in verschiedenen Farben und Messskalen. Achte daher darauf, dass die Skale “CM” und nicht “Inches” enthält. Die CM-Angaben vergleichst du am besten mit den Angaben des Herstellers. Eine Skala mit den europäischen Größenangaben ist ebenfalls nicht zu empfehlen, da die Angaben des Herstellers nicht zwingend mit den Angaben auf dem Messgerät übereinstimmen müssen. Auch wenn man es nicht Glauben mag, aber in der EU sind Kinderschuhgrößen nicht einheitlich genormt. Dadurch können Missverständnisse entstehen. Der Vorteil ist, dass das Messgerät einfach und schnell (sofern dein Kind mitspielt) anzuwenden ist und sehr günstig zu kaufen ist.

So funktionierts: Einfach den Fuß mit der Ferse an das untere Ende des Geräts stellen. Den Regler bis zur Zehenspitze des großen Zehs schieben. Dann hast du die Fußlänge deines Kindes (am besten in CM). Zu dieser Zahl addierst du noch 1,2CM als Abrollspielraum hinzu. Bei der Auswahl des Schuhs musst du darauf achten, dass auch die 1,2CM berücksichtigt werden.
Beispiel: Der Fuß deines Kindes ist 10CM lang + 1,2CM Abrollspielraum = 11,2CM. Du solltest daher einen Schuh wählen der min. 11,2CM Innenschuhlänge hat. Mehr Spielraum ist in diesem Fall besser als weniger.

Plus12-Messgeräte:
Dieses Messgerät ist bei Mamas am Beliebtesten, weil es einfach und schnell zu verwenden ist und man zusätzlich zu der Fußlänge auch die Schuhinnenlänge messen kann. Das Gerät misst außerdem automatisch die 1,2CM Abrollspielraum dazu, was super praktisch ist. Wenn du also dein Kind auf das Messgerät stellst und der größte Zeh mit der roten Spitze übereinstimmt, kannst du hinten die benötigte Innenschuhlänge ablesen. Diese Größe musst du beim Kauf des Kinderschuhes mindestens einhalten. Du kannst das Messgerät aber auch in den Schuh stecken. Passt das Messgerät in den Schuh, hat dein Kind ausreichend Platz.

Clevermess:
Clevermess ist ein digitales Messgerät für Füße und Schuhe. Kinderfüße können in Länge und Breite gemessen werden, danach wird das Gerät in den gewünschten Schuh gesteckt und man kann anschließend sofort sehen wie viel Platz im Schuh in der Länge und der Breite ist. So weiß man schnell, ob der Kinderschuh (noch) passt. Dieses Gerät ist das vielfältigste und auch komplexeste. Man muss sich zu Beginn damit auseinander setzen und die Funktionsweise verstehen. Wenn dein Kind noch kleiner ist kann es unter anderem schwer sein richtig zu messen, da man still stehen muss um die Werte richtig abzulesen. Mit ein bisschen Übung aber auch schaffbar.

Wir empfehlen auf jeden Fall ein bisschen Geld in ein Messgerät zu investieren. Diese Methoden mit den unterschiedlichen Messgeräte ist nicht nur die genaueste, sondern geht (meistens) auch am Schnellsten und ist am unkompliziertesten. Außerdem wirst du es gerade bei Kleinkindern häufiger brauchen, denn Kinderfüße  Alle Geräte haben ihre Vor- und Nachteile, es ist daher Geschmackssache für welches du dich entscheidest.

3. Fußabdrücke in Knete oder Farbe?

Wir werden immer wieder gefragt ob man den Fuß auch mit Knete oder bemalten Füßen auf Papier messen kann. Wir empfehlen diese Methode nicht, da die Rundung der Ferse fehlt. So kommt es zu ungenauen Ergebnissen und man wählt einen Schuh der vielleicht nur scheinbar passt. Solltest du nichts anderes im Haus haben und schnell eine Größe brauchen, kannst du dir so einen Anhaltspunkt holen. Später nachzumessen ist aber ratsam.

Zusatztipps:

  • im Stehen messen, wenn die Füße gleichmäßig belastet sind.
  • abends messen, denn da sind die Füße etwas länger und breiter als Morgens
  • beide Füße messen! (Oft ist einer länger)
  • Länge und Breite sollten ermittelt werden!
  • Geduldig bleiben ;-) 

 

Diese Methoden sind nicht zu empfehlen:

1. Die Daumen-Probe
Mit dieser Methode wurde bei uns allen schon mal die Schuhgröße “gemessen”. Einfach das Kind in den Schuh stecken und vorne mit dem Daumen auf die Schuhspitze drücken. Noch Platz? Dann passt der Schuh. Dieser Trick hat aber 2 entscheidende Nachteile. Erstens ziehen Kinder reflexartig die Zehen ein, wodurch der Eindruck entsteht, dass noch genug Platz ist. Zweitens ist diese Methode wertlos wenn das Obermaterial des Schuhs fester ist (z.B. Gummistiefel). Durch Drücken kommt man nicht bis zu den Zehen und hat daher keinen Anhaltspunkt ob die Schuhe passen oder nicht.

2. Den Fuß an die Laufsohle halten
Auch diese Methode wird gerne verwendet weil sie so schnell geht, aber trotzdem ist sie ungeeignet. Man legt einfach den Fuß an die äußere Sohle des Schuhs und wenn die Zehen nicht über die Sohle treten passt der Schuh. Leider falsch, denn die Länge der Laufsohle ≠ Innenlänge des Schuhs. Ihr müsst beachten, dass der Schuhe auch eine “Dicke” hat und die Innenschuhlänge daher zu kurz ist. Gerade bei Winterstiefeln mit Innenfutter ist das häufig der Fall.


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